Strom aus regenerativen Quellen ist die Zukunft
Nach der schrecklichen Katastrophe von Fukushima hat es auch die aktuelle Koalition mitsamt der Kanzlerin verstanden: Atomkraft ist das Wandeln auf einem schmalen Grat. Nachdem die CDU davor den "Ausstieg aus dem Ausstieg" propagierte, wurde nun der Termin 2022 festgelegt, nachdem alle AKWs in Deutschland abgeschaltet sein müssen. Ihren Platz sollen bis dahin regenerative Energien einnehmen. Diese haben allerdings zwei Probleme: Sie sind noch nicht grundlastfähig, da der Wind nicht konstant weht und die Sonne nicht immer gleich stark scheint bzw. von Wolken verhangen wird. Zudem fehlen Speichertechnologien bzw. bestehende müssen schnell ausgebaut werden. Bei der Solartechnik lohnt sich ein Blick nach Spanien, wo man z.B. ein Privatappartment in Mailand immer günstig bekommt und sich deshalb vor Ort überzeugen kann.
Große Biomassekraftwerke hingegen sich als sofortiger Atomkraft-Ersatz. Jedoch steht nicht genügend Biomasse zur Verfügung und für viele Menschen ist es aufgrund Millionen hungernder Menschen weltweit ethisch nicht vertretbar, Getreide in Strom und Wärme umzuwandeln. Wegen der fehlenden Speicherkapazität und der nicht vorhandenen Konstanz können die regenerativen Energien also die Atommeiler noch nicht vollständig ersetzen. Deswegen sind Gas- und Kohlekraftwerke in Planung, die zwar keine radioaktiven Abfälle produzieren, aber die Klimaziele der Bundesrepublik Deutschland in Gefahr bringen. Zwar sind die Gas- und Kohlekraftwerke, die neu gebaut werden, hoch effizient. Dennoch stoßen sie nicht unerhebliche Mengen am klimaschädlichen Gas CO² aus. Besonders ärgerlich: Damit sich solche Kraftwerke im Bau lohnen, sollten sie auch 30 - 40 Jahre lang laufen. So wird es von den Betreibern auch gefordert.
Man kann diese Probleme auf unterschiedliche Art und Weise angehen. Die erste Option wäre, den Ausbau der erneuerbaren Energien im selben Tempo voranzutreiben, wie es die letzten Jahre geschah und fast alle geplanten Kohle- und Gaskraftwerke zu bauen. Dies bringt unsere Klimaziele in Gefahr und macht uns weiter abhängig von Kohleproduzenten und Russlands Gas. Wir können auch den umweltfreundlicheren Weg gehen und z.B. die riesige Kapazität norwegischer Wasserspeicher nutzen - es gibt zwar Leitungs- und Umwandlungsverluste, aber dieser Strom ist schließlich aus Wind und Sonne gewonnen worden. In diesem Zusammenhang muss das Stromnetz als europäisches Netz betrachtet werden, in dem nicht nur die Speicherung und der Import und Export von Strom von Bedeutung ist, sondern auch die Produktion dort liegt, wo es sich lohnt. Bei Solarenergie ist dies beispielsweise Spanien. Durch einen günstigen Flug und eine Ferienwohnung in Malaga ist man nah am Geschehen und kann ein paar Tage die Sonne genießen.
In südlichen Ländern wie Spanien und Griechenland ist die Sonneneinstrahlung besser zu nutzen als im relativ bewölktem Deutschlands. Solaranlagen (Photovoltaik wie Solarthermie) erzeugen dort mehr elektrischen Strom und sind somit rentabler und schneller amortisiert. Aus diesem Grund fährt die Regierung Spaniens auch eine ähnliche Strategie wie Deutschland und subventioniert erneuerbare Energien. Bei der Windkraft hat uns Spanien schon überholt. Bei der Energiegewinnung aus der Sonnenkraft ist dies nur noch eine Frage der Zeit. Zusammen mit einem starken Ausbau der erneuerbaren in Spanien und Griechenland mit dem Desertec-Projekt in der nordafrikanischen Wüste könnte zukünftig ein erheblicher Teil des Stroms nach Deutschland importiert werden und dennoch genügend Energie für die Erzeugerländer abwerfen.
Für Anlagenhersteller von erneuerbaren Energien ist Spanien deshalb ein Zukunftsmarkt. Die drei größten Solarkraftwerke der Welt namens Andasol 1, 2 und 3 stehen in Spanien. Für Architekten, Anlagenhersteller, Vertriebler oder einfache Touristen ist ein Appartment nach Spanien deshalb immer ein Gewinn - natürlich mit Besichtigung der Anlagen. Ein Hotelzimmer in der spanischen Hauptstadt ist sogar günstig zu haben. Besonders in der derzeitigen spanischen Wirtschaftslage, die sich hoffentlich in den nächsten Jahren entspannt.
Um die erneuerbaren Energien nicht nur in Spanien, sondern in Deutschland voranzubringen, kann jeder Verbraucher seinen Anteil dazu leisten. Und das relativ günstig, denn zertifizierter Öko-Strom ist meist nicht teurer als der Standard-Tarif des örtlichen Erzeugers wie den Stadtwerken oder einem der vier großen Energiekonzernen in der BRD: EnBW, Vattenfall, eON und RWE. Jeder neue Stromvertrag hilft dabei, die Kapazitäten regenerativer Energien auszubauen und unsere Zukunft zu sichern.