Erzeugung von Strom in Kernkraftwerken

In Atomkraftwerken wird elektrische Energie durch kontrollierte Kernspaltung gewonnen. Kein anderer Werktyp ist so unberechenbar, gefährlich und gleichzeitig so ergiebig, wie dieser. Doch die Angst vor Unglücken wächst, da der angeblich nur alle 100.000 Jahre vorkommende Super-GAU bereits zweimal auftrat. In 25 Jahren.

Die Funktionsweise eines Kernkraftwerks

In einem Reaktordruckbehälter befinden sich die gefährlichen Brennelemente. Sie sind der wesentliche Bestandteil des Reaktorkerns. Sie enthalten den Brennstoff des Kraftwerks, hauptsächlich werden Uran und Plutonium verwendet. Durch ein freies Teilchen, welches auf einen Atomkern trifft, wird die Spaltung dieses Kerns angeregt. Durch die entstehende Bewegungsenergie der sich spaltenden Kerne entwickelt sich Wärme, die das, die Brennstäbe umgebende, Wasser erhitzt. Der heiße Dampf des verdunsteten Wasser wird dann in eine Turbine geleitet. Der Dampf treibt diese an und eine Kurbel gibt die Bewegung an den Generator wieder. Der wandelt die Bewegung in Strom um und speist ihn ins Netz. Das sich in der Turbine abkühlende Wasser wird im darunter liegenden Kondensator durch Kühlwasser weiter gekühlt und kondensiert. Durch Pumpen wird es wieder in den Reaktor geleitet und der Kreislauf geschlossen.

Kritik an den Kraftwerken

Das Hauptargument der Gegner ist die tödliche Gefahr, die von diesen Kraftwerken ausgeht. Vor 25 Jahren passierte das erste Unglück der Stufe 7, der höchsten Gefahrenstufe der Bewertungsskala für nukleare Ereignisse, in Tschernobyl. Aufgrund des Unfalls mussten 4.300 Quadratkilometer geräumt werden und sind bis heute unbewohnbar. Die durch die Strahlung hervorgerufenen Krankheiten betreffen noch heute die Menschen, so dass viele Kinder mit schweren Missbildungen zur Welt kommen. Die kleinen verstrahlten Teilchen wurden bis nach Deutschland geweht und sorgen noch immer für stark erhöhte Werte des Elements Caesium.